Unheimlich? Ja, unheimlich schlecht, Mozilla!

Der Browserhersteller meiner Wahl sucht seit einiger Zeit auf neuen Wegen nach Geld und entwickelte deswegen wohl das grosse Bedürfnis, mit seinen Kunden zu sprechen. Da ich ein freundlicher Mensch bin (und Kunde seit der Geburt von Firefox), hab ich das Gesprächsangebot von Mozilla angenommen und mich beim Newsletter angemeldet. Es kam, wie es kommen musste: Die leise Hoffnung, vielleicht etwas Interessantes zu lesen, verflüchtigt sich dann doch recht schnell … und verdichtet sich zur Erkenntnis, dass ich wieder einmal auf Werbung reingefallen bin.

Screenshot auf dem aktuellsten Mozilla Newsletter

Nur eine von sechs Behauptungen stimmt. Von Firefox kann man mehr erwarten. Wie schlecht sind dann andere Datensammler mit ihrer Profilierung?

Wieso sind die nicht besser?
Trotzdem hat mich die aktuelle Ausgabe über Big Data und privates Surfen recht amüsiert: Die im Newsletter gezeigte Auflistung von vermeintlichen Fakten über mich (s. Bild) sollte mir wohl Angst machen. Blöd nur, wenn nur eine von sechs Angaben stimmt. Firefox ist immerhin mein persönliches Fenster zum Internet. Dass Mozilla Daten über mich sammelt, ist nicht weiter überraschend. Aber woher haben sie den ganzen Scheiss? Und wieso wissen sie es nicht besser? Für die sollte ich ein offenes Buch sein.

Endverbraucher haben nichts davon
Alle reden von Big Data und den verheissungsvollen neuen Möglichkeiten. Leider hat der völlig misslungene Versuch, mich zu beeindrucken, wieder einmal gezeigt: Daten sind wie Rohöl. Solange man es nicht raffinieren kann, hat der Endverbraucher nichts davon. Nur die Zwischenhändler profitieren davon. Und es weckt Begehrlichkeiten bei allen, die keine eigene Quelle haben.