Lasst uns jetzt Rindviecher sein

Fussballfans

Verschwörung, Aufstand, Rinderherde oder was? Quelle: Wiki Commons

Zurzeit scheint die Welt um eine popelige Kugel zu tanzen. Sie ist klein und ziemlich hässlich – was wohl der Grund dafür sein wird, dass ihr ständig eine Meute von Männern hinterher rennt und sie mit Füssen malträtiert. Generell sind das recht ruppige Gesellen, die auch mal gegen die Schienbeine Anderer treten, wenn die Kugel gerade nicht disponibel ist. Gelegentlich geben sie sich aber auch recht schmusig, lecken sich ab und tätscheln sich die Wangen oder andere Körperteile.

Fussball nennt sich das, und es wird erzählt, dass gerade Abermillionen, eigentlich zurechnungsfähiger Zeitgenossen ihre Zeit damit vertun, dem seltsamen Treiben zuzusehen. Manche sollen darob gar ihr Tageswerk vergessen, ihre Bürgerpflichten vernachlässigt, Zimmerpflanzen und Kinder verdursten oder Haustiere verhungern gelassen haben. Gut, vielleicht wollen uns angelsächsische Geheimdienste bloss wieder eine grosse Verschwörung vorgaukeln, wo keine ist. Wer weiss das denn heutzutage schon noch genau, gell?

So oder so: Die nächsten Wochen sieht es für ernsthaftere Dinge wie unseren Blog hier eher düster aus. Eigentlich könnten wir bis Mitte Juli dichtmachen. Doch weil Defätismus nicht zu unseren Stärken gehört, wollen wir die Herausforderung annehmen und etwas Suchmaschinenoptimierung betreiben. Wenn ich das Konzept richtig verstehe, geht es da ja bloss darum, irgendwelchen in Amerika vor sich her rödelnden Rechnern klar zu machen, dass auch in Europa etwas Relevantes geschieht.

Also: Tun wir einfach mal so, als ginge es hier um … Fussball! Dabei kommt uns gelegen, dass selbst die Kostspieligsten aller Rechner noch immer etwa so dumm wie Dasselfliegen sind. Letztere düsen bekanntlich durch die Gegend und beurteilen die Relevanz einer Landschaft nach ihrem Gehalt an Rindviechern. So im Sinne von: „Wo man muht, da lass dich ruhig nieder!“

Gut, dann lasst uns jetzt Rindviecher sein und fröhlich muhen:Fussball, Fussball über alles!“. Lasst uns die Stadien preisen als Horte von Freiheit und Völkerverständigung. Lasst uns der Fifa huldigen, und ihrer unbezahlbaren Weitsicht. Lasst uns vor allem nicht vergessen, Herrn Blatter zu loben für seine gottgütige Selbstlosigkeit.

Also, wenn das jetzt nicht hilft …