Datenweitergabe an Behörden: Gut verharmlost ist halb gewonnen

Spiel- und Plüschfiguren

Welche Figur sind Sie auf dem Google-Spielbrett? Egal was Sie jetzt denken, die Antwort ist falsch, denn Sie und ich spielen gar nicht erst mit …

Man kann ja von Google halten, was man will: Böse, nicht böse, naiv, suspekt, Datenstaubsauger oder Servicedienstleister mit einer cleveren Strategie. Meine Meinung werde ich ein anderes Mal hier kundtun. (By the way: Während meines letzten Besuchs beim bunten Riesen hab ich mir manchmal gedacht, die alkoholisierte Vergangenheit des Hürlimann-Areals, wo Google in Zürich residiert, wirke bei denen noch nach …)

 

Eine Handvoll Holzfiguren streitet sich um Ihre privaten Daten
Wie auch immer: Ich finde es geschmacklos, wie weit diese Firma bereit ist, ihr Image vom farbigen, heiteren und unbekümmert naiven Entwicklergrüppchen mit reinen Absichten zu kultivieren. Selbst ein so ernstes und wichtiges Thema wie die Weitergabe von persönlichen Daten an Behörden degradieren die Werbeverkäufer aus Mountain View zu einem Stop-motion-Kasperlitheater. Im Youtube-Video „Way of a Warrant“ beschreibt die Firma, wann, warum und wie Google die Daten seiner Nutzer an Behörden ausliefert. Spiegelt sich hier der Grad an Seriosität, mit dem dieses Thema intern behandelt wird? Schliesslich geht es ja um private, intime Informationen, die genutzt werden um Profile von Menschen zu erstellen, gegen die anschliessend Gerichtsverfahren wegen Terrorismus geführt werden. Es geht um (möglicherweise ruinierte) Schicksale von Menschen. Aber schauen sie selbst.

Ist das Video nicht niedlich? Auf dem unbekümmerten Planeten, von dem dieses Video stammt, möchte auch mal Ferien machen. Ach ja, ist Ihnen aufgefallen: Das mobile Betriebssystem Android gehört ganz offiziell auch zu den Datenquellen. Was wird denn da preisgegeben? Bewegungsprofile vielleicht? Anfragen an Google Now?